Ich heiße Niko, in der Szene jedoch besser bekannt als Diaper Taylor. Geboren im Jahr 1983, bin ich ein kreativer Mensch mit einer ungewöhnlichen, aber tief ehrlichen Lebensgeschichte. Ich bin Musiker, Produzent, Texter, Komponist – und einer, der seine innere Welt konsequent in Klänge und Worte übersetzt. Meine Musik ist vollständig handgemacht, digital umgesetzt, aber emotional unverfälscht. Jeder Beat, jede Melodie, jedes Arrangement stammt von mir selbst, von der ersten Note bis zum letzten Feinschliff. Nur die Gesangsstimmen werden dank moderner KI-Technologie realisiert, da ich selbst nicht singen kann. Damit kann ich genau das ausdrücken, was ich fühle – in einer Form, die meinem Empfinden musikalische Gestalt gibt.

Ich spreche mehrere Sprachen von holprig fließend – Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Dänisch – und beherrsche zudem etwas Holländisch bzw. Flämisch. Diese Mehrsprachigkeit spiegelt sich oft in meinen Texten wider, die kulturelle und emotionale Ebenen verbinden. Seit 1999 mache ich Musik, zunächst ausschließlich instrumental. Was damals als Hobby begann, wurde über die Jahre zu einem tiefen Ausdruck meines Lebens. Mit der Zeit lernte ich, meine Geschichten nicht nur in Melodien, sondern auch in Worte zu fassen. Die KI-Stimme wurde dabei zum Werkzeug meiner Wahrheit – ehrlich, klar und unverstellt, selbst wenn sie synthetisch klingt.

Meine Songs sind keine bloße Unterhaltung, sondern ein Stück Lebensverarbeitung. Ich habe eine Kindheit hinter mir, die von häuslicher Gewalt geprägt war, in einem streng konservativen Umfeld, das keinen Raum für Sensibilität oder Individualität ließ. Schon früh wusste ich, dass ich trans bin, doch in diesem Umfeld durfte das nicht existieren. Gefühle mussten schweigen – und ich mit ihnen. Musik wurde mein Rückzugsort, später mein Ventil und schließlich mein befreiendes Sprachrohr.

In meinem Leben habe ich (bisher) fünf Krebserkrankungen überstanden – jedes Mal mit der Erkenntnis, dass Schmerz und Zerbrechlichkeit Teil meiner Stärke geworden sind. Diese Erfahrungen lehren Demut, aber auch Trotz. Sie zeigen, dass aus Dunkelheit nicht nur Angst, sondern auch Tiefe entstehen kann. Heute ist es mir ein Anliegen, mit meinen Liedern Hoffnung zu schenken – besonders jenen, die selbst in schwierigen Lebenssituationen stecken. Jede Komposition ist ein Beweis dafür, dass man aus Schmerz neue Energie formen kann.

Thematisch bewegt sich meine Musik in mehreren Welten. Sie umfasst die Aufarbeitung meiner Vergangenheit, aber auch queere, transsexuelle und gesellschaftlich tabuisierte Themen. Ein wichtiger Teil meines Schaffens widmet sich der ABDL- und Windelliebhaber-Community, weil ich offen zu meinem Leben und meinen Gefühlen stehe, trage mittlerweile seit einigen Jahren dauerhaft Windeln (24/7/365). In meinen Songs geht es nicht um Provokation, sondern um Selbstakzeptanz, Identität und Menschlichkeit – um das Recht, zu sein, wer man ist, ohne sich erklären zu müssen.

Neben diesen Schwerpunkten spielt auch die Zugehörigkeit zur LGBTQ-Community eine zentrale Rolle in meiner Kunst. Lieder über Transidentität, über den Wunsch nach sichtbarer Weiblichkeit, über Vertrauen, Nähe und Geborgenheit sind ebenso Teil meiner Arbeit wie humorvolle Stücke über kindliche Unschuld oder ironische Alltagsbeobachtungen. Ich versuche, ehrliche Emotionen mit musikalischer Kreativität zu verbinden – egal, ob in Form einer Ballade, eines Elektrosongs oder eines Punktracks.

Meine Musik ist für alle, die sich irgendwo „anders“ fühlen. Sie soll Trost spenden, Mut machen, ermutigen und zeigen: Es ist okay, echt zu sein, auch wenn das nicht in die Norm passt. Jeder von uns trägt Narben – manche sichtbar, manche verborgen – aber aus ihnen kann Licht werden, wenn man seine Geschichte erzählt. Meine Songs erzählen genau diese Geschichten.

Ich bin Diaper Taylor. Ich schreibe Musik für die, die sich selbst wiederfinden wollen – leise oder laut, gebrochen oder heil, groß oder klein. Und ich glaube fest daran: Solange es Klang gibt, gibt es Hoffnung.

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